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Anti-Aging, abnehmen, entspannen, Fitness, Ernährung, Herzkreislauf, Immunsystem, Vitmanine, Wellness, Stressbewältigung
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10.05.2008 - Frisch auf den Tisch?
Der größte Teil unseres Obst- und Gemüseangebots - rund Dreiviertel - stammen aus dem Ausland. Zusätzlich steigt kontinuierlich der Absatz von Produkten, die außerhalb der mitteleuropäischen Erntezeit eingeführt werden, während der Inlandsanteil bei bestimmten Gemüsesorten abnimmt.
Im Jahre 1988 wurden in der Bundesrepublik 1,77 Mio. Tonnen Gemüse aus EG-Ländern und 2,69 Tonnen aus Drittländern angeboten. Bei Obst wurden aus EG-Ländern 1,26 Mio. Tonnen importiert, während aus Drittländern 10,33 Mio. Tonnen stammen. Wichtige Exportländer in Übersee sind: Südafrika (Äpfel, Kenia (Bohnen), Chile (Obst), Argentinien (Obst und Spargel), Australien (Obst und Zwiebeln) sowie Neuseeland (Obst).
Ausländische Feld- und Gartenfrüchte, die unreif geerntet, also im Stadium der sogenannten "technischen Reife" auf den Lastwagen kommen und lange transportiert werden, enthalten nicht nur weniger Geschmacksstoffe, sondern auch weniger Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente als ausgereifte geerntete Früchte.
Welche Stoffwechselvorgänge bei Lagerung ablaufen, ist selbst Ernährungsfachleuten kaum bekannt. Das ist nicht verwunderlich, denn für die "Nachernte-Physiologie", so der wissenschaftliche Terminus, interessierte sich lange Zeit niemand. Bis in die 50er Jahre bezogen Gemüsehändler ihre Ware zu über 80 Prozent von einheimischen Erzeugern. Der Salat war frisch geschnitten, Tomaten kamen, wenn es Zeit dafür war, ohne Zwischenlagerung auf die Balkenwaage. Niemand machte sich Gedanken über Vitamin- und Nährstoffgehalt.
Welchen Vitamingehalt die weitgereisten Früchte aufweisen, lässt sich nicht sagen. Dafür gibt es kein Prüfverfahren. Allerdings kann der Zustand der Frucht als Richtmass auch für den ernährungsphysiologischen Wert dienen. "Sind Obst und Gemüse artgerecht gewachsen, frisch, gesund - also ohne Krankheitsbefall - saftig und straff, dann weisen sie auch den sortentypischen Vitamingehalt auf" sagt Professor Jürgen Weichmann vom Lehrstuhl für Gemüseanbau der Technischen Universität München.
Wichtig ist dabei, das Wörtchen "artgerecht" zu beachten. Durch Züchtung konnten schnellwachsende Sorten erzielt werden, die mit reichlich Stickstoffdüngung rasch große, schöne und glatte Früchte ergeben. Ob aber diese Äpfel und Tomaten der Handelsklasse A (=: aseptisch, schön, groß, saftig, keimgehemmt und duftneutral) auch die Nährstoffe enthalten, die wir, gemäss der Nährstofftabellen darin erwarten, darüber sagt keine Handelsklassen-Bezeichnung etwas aus.
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